Man muß nicht unbedingt unter Platzangst leiden um sich hier die Frage zu stellen, wie könnte das denn gemeint sein: Umarmungen ohne Arme und das mit dem berühmten "kalt den Rücken runterlaufen" - Gefühl? Oder leiden Sie gar an Ophiophobie?
Interessanterweise haben die Begriffe alle damit zu tun, daß es wohl Menschen gibt, die sich folgender Situation aussetzen: Alleine (?) mit Schlangen auf einer Liege. Wozu das gut ist? Nun, das Stichwort Massage wäre eine weit gegriffene Bezeichnung. Aber so wird es "verkauft". Als Wellness, Massage, physiotherapeutischer Effekt; und das mit lebenden Tieren, hier in Form von 6 Kornnattern, die einem über den Rücken schlängeln. Derzeit muß man allerdings noch weit reisen, je nachdem von wo man kommt. Israeliten haben es da ggf. schon näher: das Angebot läßt sich in Talmey El'Azar im Norden Israels bei der Physiotherapeutin Ada Barak einkaufen. Mit ca. 55 Euro ist man/frau dabei. Angeblich sei die therapeutische Wirkung gut ...
Link: http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,464844,00.html
Und wer sich mal selbst ein Bild davon machen will:
Link: http://www.heute-online.ch/news/ausland/artikel55654?sname=tfcms1_obj&ooid=225824&ioid=207828
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Dienstag, 20. Februar 2007
Montag, 19. Februar 2007
Hinderlich - "Hugphobie" (Umarmungsabneigung)
Nicht jeder mag Nähe. Ob man das gar als Hugphobie bezeichnen könnte? Stöbert man mal unter diesen Gesichtspunkt weiter, stellt man fest, daß es da doch einiges gibt, was einer Hugphilie entgegensteht. Hinderlich:
gar nicht gut darauf zu sprechen sind diejenigen, die unter Agaraphobie (Angst davor, angefasst zu werden) "leiden". Ebenfalls nicht fördernd dürften dann Unterarten diese Phobie sein: Androphobie – Angst vor Männern, Gynäphobie - Angst vor Frauen, Haphephobie – Angst vor Berührung, Aphephosmophobie – Angst vor Berührungen, Chiraptophobie – Angst vor Berührung, Dishabiliophobie – Angst, sich vor jemandem auszuziehen, Demophobie - Angst vor Menschenansammlungen, Dermatosiophobie - Angst, sich mit Hautkrankheiten anzustecken, Eisophobie - Platzangst, Genophobie - Angst vor der Sexualität, Gymnophobie - Angst vor dem nackten Körper, Hedonophobie - Angst vor angenehmen Empfindungen, Haptophobie - Angst vor Berührungen ( Ansteckungsangst ), Hominophobie – Angst vor Männern, Nudophobie - Angst vor Nacktheit, Ochlophobie - Angst vor Menschenmengen, Pädophobie – Angst vor Kindern oder auch Puppen, Venustraphobie – Angst vor schönen Frauen, ... und am schlimmsten: Panophobie – Angst vor Allem und Jedem.
Das ist für diejenigen schwer nachvollziehbar, die unter Hugphilie leiden ...
[Hug (engl. Umarmung) siehe www.hugsforfree.de
Substantive mit der Endung -philie (von griech. philos - der Freund) bezeichnen eine Vorliebe oder Neigung insbesondere eines Menschen zu einer bestimmten Gattung von Objekten oder Personen.]
Link: http://www.paniker.de/frame_r2_5.htm
Link: http://lexikon.freenet.de/-philie
gar nicht gut darauf zu sprechen sind diejenigen, die unter Agaraphobie (Angst davor, angefasst zu werden) "leiden". Ebenfalls nicht fördernd dürften dann Unterarten diese Phobie sein: Androphobie – Angst vor Männern, Gynäphobie - Angst vor Frauen, Haphephobie – Angst vor Berührung, Aphephosmophobie – Angst vor Berührungen, Chiraptophobie – Angst vor Berührung, Dishabiliophobie – Angst, sich vor jemandem auszuziehen, Demophobie - Angst vor Menschenansammlungen, Dermatosiophobie - Angst, sich mit Hautkrankheiten anzustecken, Eisophobie - Platzangst, Genophobie - Angst vor der Sexualität, Gymnophobie - Angst vor dem nackten Körper, Hedonophobie - Angst vor angenehmen Empfindungen, Haptophobie - Angst vor Berührungen ( Ansteckungsangst ), Hominophobie – Angst vor Männern, Nudophobie - Angst vor Nacktheit, Ochlophobie - Angst vor Menschenmengen, Pädophobie – Angst vor Kindern oder auch Puppen, Venustraphobie – Angst vor schönen Frauen, ... und am schlimmsten: Panophobie – Angst vor Allem und Jedem.
Das ist für diejenigen schwer nachvollziehbar, die unter Hugphilie leiden ...
[Hug (engl. Umarmung) siehe www.hugsforfree.de
Substantive mit der Endung -philie (von griech. philos - der Freund) bezeichnen eine Vorliebe oder Neigung insbesondere eines Menschen zu einer bestimmten Gattung von Objekten oder Personen.]
Link: http://www.paniker.de/frame_r2_5.htm
Link: http://lexikon.freenet.de/-philie
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Gesundheit,
Hugphilie,
Sprache,
Sprichworte,
Synonyme,
Therapie
Sonntag, 18. Februar 2007
Zwanghaftes Umarmen
Es geht hier nicht um Homophilie (- Liebe zum eigenen Geschlecht). Unter den Begrifflichkeiten Selbstschutz, Therapie, oder "medizinische Fixierung" versteckt und eingebunden, taucht das Wort Zwangsjacke auf. Bestimmt wird nun nicht behauptet werden können, eine dort eingebundener wäre ein Vorläufer und für sich im stillen Kämmerlein das sich selbst umarmen Übender der Free-Hugging-Bewegung gewesen. So einfach wurde es dem einzelnen in dieser Lage dann doch nicht gemacht. Und dem Zweck der Selbst- oder Eigenliebe war es in erster Linie wohl auch nicht zuträglich, wie man ff. sehen kann. Heute wird diese Selbstumarmung mit diesem "Hilfsmittel" nicht mehr in deutschen Psychiatrien verwendet.
Link: http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Zwangsjacke_Leinen01_2002-01-09.jpg
Link: http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Zwangsjacke_Leinen02_2002-01-09.jpg
Link: http://www.aerztewoche.at/viewArticleDetails.do?articleId=5652
Dennoch entwickelte sich eine frei-willige Gemeinschaft von Gleichgesinnten, die man eher in der BDSM und Bondage Szene ansiedelt. Dort scheint die Zwangsjacke in diversen Variationen und Varianten der Verwendung aufzutauchen.
Link: http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Zwangsjacke_Leinen01_2002-01-09.jpg
Link: http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Zwangsjacke_Leinen02_2002-01-09.jpg
Link: http://www.aerztewoche.at/viewArticleDetails.do?articleId=5652
Dennoch entwickelte sich eine frei-willige Gemeinschaft von Gleichgesinnten, die man eher in der BDSM und Bondage Szene ansiedelt. Dort scheint die Zwangsjacke in diversen Variationen und Varianten der Verwendung aufzutauchen.
Sonntag, 4. Februar 2007
Bonding (Psycho-)Therapie
Die Bonding Psychotherapie wurde in den 60er und 70er Jahren von Dr. Daniel Casriel entwickelt. Es ist ein emotionsorientierter Lernprozess, der auf dem Zugang zu tiefen Gefühlen, der Erarbeitung von positiven Einstellungen zu sich und anderen und der Entwicklung und Einübung von neuen Verhaltensweisen basiert. Eine der wichtigsten Entdeckungen von Dr. Casriel ist die Bedeutung eines biologisch verankerten Grundbedürnisses des Menschen nach emotionaler Offenheit und körperliche Nähe zu anderen, das er mit dem Begriff "Bonding" benannte.
.... Das von Casriel genannte Grundbedürfnis nach emotionaler Offenheit und körperlicher Nähe ergänzte er durch weitere lebensnotwendige, neurobiologisch verankerte psychosoziale Grundbedürfnisse: Bindung, Autonomie, Selbstwert, Identität, Körperliches Wohlbehagen und Lebenssinn. Im deutschsprachigen Raum ist der Therapieansatz auch als Casriel- oder Bonding-Therapie bekannt.
Aufenthalts in Casriels eigene Erfahrungen und Beobachtungen während eines 18-monatigen kriegsbedingtenOkinawa. Dort lernte er die Ureinwohner kennen und war beeindruckte von dem unkomplizierten Umgang mit körperlicher Nähe, sowohl in der Kindererziehung als auch zwischen den Erwachsenen. Diese Erfahrungen prägten sein Menschenbild.
....
Ein zentraler Teil der B.P. ist es zu lernen, anders als bisher gewohnt mit Nähe umzugehen ; dementsprechend ist die Bonding-Übung von größter Bedeutung für die Arbeit. Die Partner legen sich auf die dafür vorhandenen Matten. Während die Person, die arbeitet, ihren Partner festhält, erlaubt sie sich, diese Nähe zu spüren. Nach kurzer Zeit taucht eine Vielfalt alter Gefühle, Einstellungen, Erinnerungen und Bilder auf, die nun ausgedrückt werden können durch Weinen, Schreien usw. In dem Maße, in dem mehr Vertrauen in die eigenen Gefühle und zum Partner gewonnen wird, verändert sich die Nähe von etwas Fremdem und Beängstigendem zu einem angenehmen und bestätigenden Kontakt. Im Laufe mehrerer Sitzungen wirkt diese Übung wie ein "psychologisches Mikroskop" (Casriel), wodurch die Teilnehmer immer deutlicher ihre Ängste und negativen Einstellungen in Bezug auf emotionale Nähe erleben können. Einige der häufigsten negativen Einstellungen sind: "Wenn ich jemandem nah bin, ... muß ich mich aufgeben/ bin ich ausgeliefert/ werde ich kontrolliert/ bin ich zuviel/ muß ich einen hohen (emotionalen) Preis bezahlen, usw.". Diese Einsichten werden nicht nur intellektuell, sondern auch gefühlsmäßig " mit dem Bauch" verstanden, was die Teilnehmer in die Lage versetzt, sich eine neue Entscheidung (neue Einstellung) auch emotional zu erarbeiten.
Link: http://www.zentrumimkraichgau.de/bonding/inhalt_bonding_artikel.html
Link: http://www.dan-casriel-institut.de/unterseiten/casriel_bonding_/_casriel_bonding_.htm
.... Das von Casriel genannte Grundbedürfnis nach emotionaler Offenheit und körperlicher Nähe ergänzte er durch weitere lebensnotwendige, neurobiologisch verankerte psychosoziale Grundbedürfnisse: Bindung, Autonomie, Selbstwert, Identität, Körperliches Wohlbehagen und Lebenssinn. Im deutschsprachigen Raum ist der Therapieansatz auch als Casriel- oder Bonding-Therapie bekannt.
Aufenthalts in Casriels eigene Erfahrungen und Beobachtungen während eines 18-monatigen kriegsbedingtenOkinawa. Dort lernte er die Ureinwohner kennen und war beeindruckte von dem unkomplizierten Umgang mit körperlicher Nähe, sowohl in der Kindererziehung als auch zwischen den Erwachsenen. Diese Erfahrungen prägten sein Menschenbild.
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Ein zentraler Teil der B.P. ist es zu lernen, anders als bisher gewohnt mit Nähe umzugehen ; dementsprechend ist die Bonding-Übung von größter Bedeutung für die Arbeit. Die Partner legen sich auf die dafür vorhandenen Matten. Während die Person, die arbeitet, ihren Partner festhält, erlaubt sie sich, diese Nähe zu spüren. Nach kurzer Zeit taucht eine Vielfalt alter Gefühle, Einstellungen, Erinnerungen und Bilder auf, die nun ausgedrückt werden können durch Weinen, Schreien usw. In dem Maße, in dem mehr Vertrauen in die eigenen Gefühle und zum Partner gewonnen wird, verändert sich die Nähe von etwas Fremdem und Beängstigendem zu einem angenehmen und bestätigenden Kontakt. Im Laufe mehrerer Sitzungen wirkt diese Übung wie ein "psychologisches Mikroskop" (Casriel), wodurch die Teilnehmer immer deutlicher ihre Ängste und negativen Einstellungen in Bezug auf emotionale Nähe erleben können. Einige der häufigsten negativen Einstellungen sind: "Wenn ich jemandem nah bin, ... muß ich mich aufgeben/ bin ich ausgeliefert/ werde ich kontrolliert/ bin ich zuviel/ muß ich einen hohen (emotionalen) Preis bezahlen, usw.". Diese Einsichten werden nicht nur intellektuell, sondern auch gefühlsmäßig " mit dem Bauch" verstanden, was die Teilnehmer in die Lage versetzt, sich eine neue Entscheidung (neue Einstellung) auch emotional zu erarbeiten.
Link: http://www.zentrumimkraichgau.de/bonding/inhalt_bonding_artikel.html
Link: http://www.dan-casriel-institut.de/unterseiten/casriel_bonding_/_casriel_bonding_.htm
Bonding (Begriff)
Der Begriff Bonding (engl. Bindung) findet mehrfach Verwendung und beschreibt Situationen benutzt, in denen eine physische oder psychische Verbindung zwischen Menschen oder Gegenständen hergestellt wird. Im Deutschen sind es weniger als die mehr als 40 Bedeutungen im Englischen:
* Ein Konzept aus der Psychotherapie, siehe Bonding (Psychotherapie).
* Ein Verfahren aus der Elektrotechnik, siehe Bonddraht
* Eine Studenteninitiative aus Deutschland, siehe bonding-studenteninitiative e.V..
* Das Zusammenfassen von mehreren physischen Netzwerkverbindungen zu einer logischen, siehe Bündelung.
* Der erste, Bindung stiftende (Haut)Konkakt zwischen Mutter und Neugeborenem (direkt) nach der Geburt, siehe Bonding (Säuglingsalter)
* Der erste Bindung stiftende Konkakt zwischen Alkohol und Abhängigem bei Alkoholsucht.
Deutsch: Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Bonding
Englisch: Link: http://en.wikipedia.org/wiki/Bonding
* Ein Konzept aus der Psychotherapie, siehe Bonding (Psychotherapie).
* Ein Verfahren aus der Elektrotechnik, siehe Bonddraht
* Eine Studenteninitiative aus Deutschland, siehe bonding-studenteninitiative e.V..
* Das Zusammenfassen von mehreren physischen Netzwerkverbindungen zu einer logischen, siehe Bündelung.
* Der erste, Bindung stiftende (Haut)Konkakt zwischen Mutter und Neugeborenem (direkt) nach der Geburt, siehe Bonding (Säuglingsalter)
* Der erste Bindung stiftende Konkakt zwischen Alkohol und Abhängigem bei Alkoholsucht.
Deutsch: Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Bonding
Englisch: Link: http://en.wikipedia.org/wiki/Bonding
Donnerstag, 1. Februar 2007
Kuschelige Menschen
Treffpunkt: Kuschelparty / Knuddelparty
Ebenfalls ein neuer Trend oder nur der Ausdruck eines Bedürfnisses? Jedenfalls gibt es Anbieter, die das Bedürfnis befriedigen. Hier geht es nicht um wilde Orgien oder wüste Sexabenteuer. Hier treffen sich Menschen, die zu Ihren Bedürfnissen stehen. Ein "Nein" ist keine Verletzung sondern gelebte und akzeptierte Regel dafür, daß jemand mit jemand nicht kuscheln möchte. Was nach der gemeinsamen Zeit (nach einem verbalen oder nonverbalen Ja) geschieht, liegt außerhalb des Rahmens, den der Organisator vorgegeben hat.
Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Kuschelparty
Ebenfalls ein neuer Trend oder nur der Ausdruck eines Bedürfnisses? Jedenfalls gibt es Anbieter, die das Bedürfnis befriedigen. Hier geht es nicht um wilde Orgien oder wüste Sexabenteuer. Hier treffen sich Menschen, die zu Ihren Bedürfnissen stehen. Ein "Nein" ist keine Verletzung sondern gelebte und akzeptierte Regel dafür, daß jemand mit jemand nicht kuscheln möchte. Was nach der gemeinsamen Zeit (nach einem verbalen oder nonverbalen Ja) geschieht, liegt außerhalb des Rahmens, den der Organisator vorgegeben hat.
Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Kuschelparty
Begreifen mit neuen Händen und Unterarmen
Bestimmt werden die meisten Menschen den Begriff Umarmen mit dem eigenen Umarmen verbinden. Damit, wie es sich für einen selbst anfühlt und wie es sich anfühlt, wenn man selbst umarmt. Wie aber, wenn sich nun aber diese Gefühl durch einen Unfall verändert? Hat es sich verändert? Und wenn wie? Was für den nicht betroffenen schwer vorstellbar sein muß, kann nur derjenige nachvollziehen oder beschreiben, der es erlebt (hat).
Wie damit gelebt wird, wie es gelebt wird und wie das begreifen, umarmen, in die Hand nehmen und annehmen mit neuen Händen bzw. Unterarmen ist, was man damit (wieder) anstellen kann, wie sich das Leben meistern und nicht das Leben aus der Hand geben oder nehmen lassen tatsächlich gestalten läßt, daß könnten uns vermutlich nur Menschen wie Herr T. K. aus Österreich schildern. Uns hilft dabei ggf. die elektronische Verbindung in Form eines
Link's: (Admin: der Link ist noch in Arbeit!)
Wie damit gelebt wird, wie es gelebt wird und wie das begreifen, umarmen, in die Hand nehmen und annehmen mit neuen Händen bzw. Unterarmen ist, was man damit (wieder) anstellen kann, wie sich das Leben meistern und nicht das Leben aus der Hand geben oder nehmen lassen tatsächlich gestalten läßt, daß könnten uns vermutlich nur Menschen wie Herr T. K. aus Österreich schildern. Uns hilft dabei ggf. die elektronische Verbindung in Form eines
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Freitag, 26. Januar 2007
Umarmung des Schattenwesens
Einen Schatten zu umarmen klingt etwas unglaubwürdig. Ein Schattenwesen zu umarmen klingt auch nicht glaubwürdiger. Es klingt etwas unheimlich. Man kann beim Lesen des Artikels der Sueddeutschen Zeitung schon ins Grübeln kommen, ob man da nicht froh sein kann, "umfassend normal" zu sein, sprich nicht unter Verfolgungswahn zu leiden (->Paranoia) . Die Auslöser dieser Gedanken machen sich u.a. an der Passage fest, in der berichtet wird, daß die untersuchte Patientin im Sitzen ihre Knie umarmte das unangenehme Gefühl hatte, der (ein) Schatten würde sie von hinten umarmen. Die (erzeugten) Illusionen verschwanden, als das Stimulieren zu Ende war. Es handelt sich also um ein Experiment, einen Untersuchung an einer lebenden Person, die diesen im Test empfundenen Eindruck widergab.
Link: http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/550/86464/
Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Verfolgungswahn
Link: http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/550/86464/
Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Verfolgungswahn
Donnerstag, 25. Januar 2007
Trost
Die Trost-Umarmung, der Trost-Hug: In erster Line taucht diese Geste bei Menschen auf. Zum Beispiel dann, wenn einem Menschen von einem anderen meist in Worten, Gesten oder durch Berührungen Beistand geleistet wird. Dies soll das Leid und den seelischen Schmerz lindern. Reflektorisch erzeugt es das Gefühl aufgefangen zu werden oder aufgefangen worden zu sein. Es ist ein "geteiltes" Leid und wird "mit getragen" und damit "geteilt". Mit oder ohne Mitteilung verbaler Art. Die Umarmung ist einfach und einfach Sprache genug. Eine tröstende Umarmung kann bei Leid uns Schmerz hilfreich sein. Dabei spielt es in erster Linie keine Rolle, ob die Initiative vom Tröster oder vom Geströsteten (respektive dem zu Tröstenden) ausgeht. Genauso gibt es aber auch die trostsuchende Umarmung, bei der die Initiative vom Trostsuchenden ausgeht, die nicht auf einen anderen Menschen ausgerichtet ist. Je nach Situation kann da auch schon mal der Lieblings-Teddy, das Schmusekissen oder das Haustier kontaktiert werden. Alle Beispiele dafür hier jetzt finden zu wollen, hieße "irgendwie nicht ganz bei Trost zu sein". (Anmerkung: da würde auch keine Umarmung mehr helfen. Maximal um dem Eintippen von Bespielen in Form einer fesselnden Umarmung ein Ende zu bereiten.)
Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Trost
Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Trost
Dienstag, 23. Januar 2007
Kuschelige Bären
In Australien bei Koala und Co. inzwischen verboten, zumindest was die bis ca. 1996 geduldete Möglichkeit betraf, einen Koala an sich zu drücken. Das lief unter dem Stichwort "cuddle a koala" und wurde meist von privaten Zoos angeboten. Ich bin zwar auch ein Freund der bärigen Säugetiere, aber der haptische Sinneseindruck des nach Eukalyptus streng riechenden Tieres ist mir heute noch präsent. Ich verbinde das mit der Erinnerung an die immensen Klauenkraft (ja das Tier hält sich eng umschlungen an einem fest), ist das mehr als ein hug, cuddle, Liebesbeweis. Festhalten gehört da zum genetischen Grundprogramm, immerhin schlafen die se Botschafter Australiens die meiste Zeit Ihres Lebens. Und dazu ist es gut, wenn man sich gut in Baumgabeln, etc. festhalten kann. Im Weltnetz wird die Wahrheit über das Säugetier bestätigt: es ist kein Kuschelbär.
Link: http://www.thekoala.com/koala/
Link: http://www.thekoala.com/koala/
Umklammern und Loslassen führen zur Rettung
Einer der bekanntesten Rettungsschwimmer seiner Zeit an den Niagarafällen wurde einst immer wieder sehr wüst beschimpft, bedroht und tätlich angegriffen, weil er nicht sofort ins Wasser sprang, um einen in die Fluten gestürzten Mensch zu retten. Seine Reaktion und Antwort war einfach und klar: "solange dieser Mensch sich noch nicht aufgegeben hat und kämpft, kann ich ihn nicht retten". Folgerichtig sprang er erst dann ins Wasser, als der Ertrinkende den Kampf aufgab und gerade unterging. Was er dabei auch nicht unbedingt erwähnte, aber auch eine bekannte Erfahrung (nicht nur bei Rettungsdiensten wie Feuerwehr etc.) ist: Ertrinkende können in Ihrem Überlebenskampf solche imensen Kräfte entwickeln und sich an einen Retter klammern, den Retter umklammern, so daß für beide der Tod durch Ertrinken die bereits mehrfach schon bekanntgewordene Konsequenz ist.
Erst wenn man (der Ertrinkende losläßt) kann man gerettet / geborgen werden. Die Ohnmacht (ohne - Macht - sein) ist quasi die Rettung, weil man sich auf seine Rettung verlassen "muss".
Link: (hier suche ich noch eine Quelle aus einer Anleitungs für Rettungsschwimmer bzw. Ausbildungs-Unterlagen für "Retter" ...
Erst wenn man (der Ertrinkende losläßt) kann man gerettet / geborgen werden. Die Ohnmacht (ohne - Macht - sein) ist quasi die Rettung, weil man sich auf seine Rettung verlassen "muss".
Link: (hier suche ich noch eine Quelle aus einer Anleitungs für Rettungsschwimmer bzw. Ausbildungs-Unterlagen für "Retter" ...
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Therapie,
Zitate
Kuscheln ist wichtiger als Waschen ... (wo?)
Auf BR-online ist folgendes zu lesen, was wieder ein Hinweis dafür sein kann, wie wichtig (und nicht in Geld messbar) der Kontakt ist, der sich u.a. auch in festhalten, halten, im Arm halten ausdrückt: ... Kuscheln, kuscheln, kuscheln
Der Greifreflex am Fuß eines Neugeborenen
....Neugeborenes greift nach dem "Fell".
Die Evolutionsbiologen haben noch andere Erziehungsmängel bei uns Menschen aufgedeckt: Im Vergleich zu Menschenbabys haben Affenbabys ständig engen Körperkontakt zu ihren Müttern. Sie tragen die Kleinen einfach mit sich herum. Und eigentlich bräuchten die Menschenbabys das genauso. So wollen die Hände eines Neugeborenen noch immer in ein vertrautes Fell greifen, sogar die Füße versuchen noch immer mit Zehen Halt zu finden, obwohl sie gar nicht mehr ...
... Eltern wissen ganz genau, was sie in einer Situation gerne tun würden: Zum Beispiel das Baby auf den Arm nehmen, wenn es schreit. Wenn da nicht die Zeitgenossen gute Tipps geben würden, dass man das Kind nicht zu sehr verwöhnen solle. Wie einfach haben es da doch unsere Verwandten: Keiner sagt Ihnen, was sie tun oder lassen sollen, stattdessen spricht ihre innere Stimme noch deutlich. ...
Quelle: http://www.br-online.de
Der Greifreflex am Fuß eines Neugeborenen
....Neugeborenes greift nach dem "Fell".
Die Evolutionsbiologen haben noch andere Erziehungsmängel bei uns Menschen aufgedeckt: Im Vergleich zu Menschenbabys haben Affenbabys ständig engen Körperkontakt zu ihren Müttern. Sie tragen die Kleinen einfach mit sich herum. Und eigentlich bräuchten die Menschenbabys das genauso. So wollen die Hände eines Neugeborenen noch immer in ein vertrautes Fell greifen, sogar die Füße versuchen noch immer mit Zehen Halt zu finden, obwohl sie gar nicht mehr ...
... Eltern wissen ganz genau, was sie in einer Situation gerne tun würden: Zum Beispiel das Baby auf den Arm nehmen, wenn es schreit. Wenn da nicht die Zeitgenossen gute Tipps geben würden, dass man das Kind nicht zu sehr verwöhnen solle. Wie einfach haben es da doch unsere Verwandten: Keiner sagt Ihnen, was sie tun oder lassen sollen, stattdessen spricht ihre innere Stimme noch deutlich. ...
Quelle: http://www.br-online.de
Montag, 22. Januar 2007
Umarmen bis zur Entspannung, "Festhalten und loslassen"
Was bedeutet "Umarmen bis zur Entspannung"?
Was festigt unsere Beziehungen? Was festigt seine eigene Beziehung? Eine These lautet: "Wer seinen Partner richtig in den Arm nimmt, festigt seine Beziehung und fängt sich selbst auf."
Dieser folgende ausschnittsweise widergegebene Text stammt vom Mitarbeiter des 'Mannheimer Morgen' Roland Mischke): "Sich gegenseitig zu umarmen, ist heute selbstverständlich. Verwandte und Freunde tun es zur Begrüßung. Selbst Männer haben keine Sorge mehr, als schwul zu gelten, wenn sie einen Freund in den Arm nehmen. Nur Halbwüchsige in noch frühem Alter, die gerade ihre Körperlichkeit kennen lernen, werden für einige Zeit zu steifen "Besenstielen".
Der US-amerikanische Psychologe David Schnarch (sprich: Snorch) hat sämtliche Formen des Nahkontakts studiert und festgestellt: "Die Sprache der Umarmungen ist erstaunlich vielgestaltig". Das zärtlichste In-die-Arme-Nehmen erwartet man bei Paaren. Doch Paartherapeut Schnarch hat gerade bei Menschen, die in Liebe verbunden sind, größte Unterschiede festgestellt. "Es ist zweifellos möglich - und üblich - sich zu umarmen, ohne emotionalen Kontakt zueinander aufzunehmen", schreibt er. Zum Beispiel in der Vorbeugehaltung, bei der die Schultern sich berühren, nicht aber Bäuche und Hüften. Manchmal macht ein Partner sich steif, weil er mit seinen Gedanken gerade woanders oder verstimmt ist. Offenkundig geht es vielen Paaren darum, dass die Partner bei der Umarmung nichts spüren wollen. Das deutet darauf hin, dass in der Beziehung etwas nicht stimmt. "Gabi" und "Axel" leben seit 14 Jahren zusammen, sie haben zwei Kinder, anstrengende Berufe und wenig Zeit füreinander. Am Wochenende, wenn Haushalt, Gartenarbeit und alles, was sonst noch anliegt, erledigt ist, soll alles harmonisch sein. Wenn sie sich dann näher kommen wollen, ist oft Befangenheit da. "Eigentlich haben wir Angst davor, miteinander ins Bett zu gehen", hat Gabi erkannt. "Unser Sex ist mechanisch geworden, er hat keine Leidenschaft mehr." Und das, obwohl beide sogar Interesse an mehr Sex hätten. "Aber uns fehlt die innere Übereinstimmung", sagt Axel. "Wir tun es, weil es zur Ehe gehört." Laut David Schnarch ein weit verbreitetes Phänomen. Zwei Menschen lieben sich, können aber nicht so recht zueinander kommen. Das liegt hauptsächlich daran, dass beide die Woche über ganz stark bei sich sind und der Partner nur als Folie des Lebens vorhanden ist. Das führt zu einem Schuldgefühl, dieses verlangt nach Auflösung - und dann soll alles stimmig sein, wenn mal Zeit ist für einander. Pflichterotik und eheliche Pflichterfüllung sind aber nicht sehr begeisternd. Es fehlt Axel und Gabi an Gesprächen, Berührungen im Alltag, an kleinen Gesten der Verbundenheit, an einer Vertiefung der Zusammengehörigkeit. Sie haben sich in eine Entfremdung hineinmanövriert. Und wer einmal in der Sackgasse steckte, weiß, dass es schwierig ist, herauszukommen. David Schnarch betreut in seiner Praxis laufend solche Paare. Als erstes empfiehlt er: "Sie könnten zunächst einmal versuchen, sich selbst zu spüren." Die Angst, die sich eingestellt hat, das Gefühl des Ungenügens, die Unzufriedenheit lassen sich nur mit einer guten Strategie überwinden. Und die setzt bei sich selbst an. Dass bei Menschen, die sich seit Jahren nackt begegnen und glauben, alles voneinander zu wissen, in der schlichten Umarmung noch ungeahnte Emotionen in Bewegung geraten, erscheint unwahrscheinlich. Ist aber so. Nicht in der sexuellen Vereinigung, sondern in der stillen Umarmung wird spürbar, wie groß Nähe und Distanz sind. Themen und Konflikte der Partnerschaft werden im engen Beieinanderstehen ganz aktuell. Sex ist Trieb, Umarmung Erotik. Die richtige gute Umarmung löst den Körperpanzer, den wir alle mit uns tragen, um uns zu schützen. Denn im Alltag gibt es Anspannung, uns wird viel abverlangt, wir müssen uns täglich bewähren. Die Umarmung hat das Ziel, den Körper zu entlasten, zu entspannen. "Erst wenn wir das Niveau unserer Grundanspannung unterschreiten, merken wir im Rückblick, wie angestrengt wir waren", schreibt David Schnarch. Das ist genau die Erfahrung, die Gabi und Axel dringend benötigten. Sich umarmen, sich halten, die Anspannung abbauen und dabei in eine tiefe Ruhe hinüber gleiten, das heißt vor allem, sich selbst aufzufangen. Nur wer sich nach innen wendet und auf die eigenen Stärken besinnt, ins Gleichgewicht findet und sich im eigenen Körper wohl fühlt, öffnet sich für seine/n Partner/in. "Wenn wir im unmittelbaren emotionalen Kontakt mit unserem Partner fähig sind, uns selbst Halt zu geben", sagt David Schnarch, "ist das keine Ich-Sucht. Im Differenzierungsprozess lernen wir, die Spannung auszuhalten, die dadurch entsteht, dass wir den Partner als ein von uns getrenntes Individuum mit eigenen Vorlieben, Bedürfnissen und Zielen anerkennen." Die Chance für Axel und Gabi und alle Paare, die wirklich Nähe suchen. "Festhalten und loslassen", sagt Schnarch. Wer seinen Partner packt und ihn nicht mehr loslässt, muss sich nämlich nicht mit sich selbst auseinandersetzen und vergibt eine Chance. Wer die Umarmung bis zur Entspannung wagt, erreicht eine neue Tiefe in der Beziehung. Das ist ein langer Weg, aber jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
Quelle: Mannheimer Morgen, 10. Oktober 2006
Link: http://www.morgenweb.de/ratgeber/geld_und_karriere/20061010_b020821001_22806.html
Mehr zu David Schnarch:
Link: http://www.welt.de/data/2006/07/14/959591.html
Was festigt unsere Beziehungen? Was festigt seine eigene Beziehung? Eine These lautet: "Wer seinen Partner richtig in den Arm nimmt, festigt seine Beziehung und fängt sich selbst auf."
Dieser folgende ausschnittsweise widergegebene Text stammt vom Mitarbeiter des 'Mannheimer Morgen' Roland Mischke): "Sich gegenseitig zu umarmen, ist heute selbstverständlich. Verwandte und Freunde tun es zur Begrüßung. Selbst Männer haben keine Sorge mehr, als schwul zu gelten, wenn sie einen Freund in den Arm nehmen. Nur Halbwüchsige in noch frühem Alter, die gerade ihre Körperlichkeit kennen lernen, werden für einige Zeit zu steifen "Besenstielen".
Der US-amerikanische Psychologe David Schnarch (sprich: Snorch) hat sämtliche Formen des Nahkontakts studiert und festgestellt: "Die Sprache der Umarmungen ist erstaunlich vielgestaltig". Das zärtlichste In-die-Arme-Nehmen erwartet man bei Paaren. Doch Paartherapeut Schnarch hat gerade bei Menschen, die in Liebe verbunden sind, größte Unterschiede festgestellt. "Es ist zweifellos möglich - und üblich - sich zu umarmen, ohne emotionalen Kontakt zueinander aufzunehmen", schreibt er. Zum Beispiel in der Vorbeugehaltung, bei der die Schultern sich berühren, nicht aber Bäuche und Hüften. Manchmal macht ein Partner sich steif, weil er mit seinen Gedanken gerade woanders oder verstimmt ist. Offenkundig geht es vielen Paaren darum, dass die Partner bei der Umarmung nichts spüren wollen. Das deutet darauf hin, dass in der Beziehung etwas nicht stimmt. "Gabi" und "Axel" leben seit 14 Jahren zusammen, sie haben zwei Kinder, anstrengende Berufe und wenig Zeit füreinander. Am Wochenende, wenn Haushalt, Gartenarbeit und alles, was sonst noch anliegt, erledigt ist, soll alles harmonisch sein. Wenn sie sich dann näher kommen wollen, ist oft Befangenheit da. "Eigentlich haben wir Angst davor, miteinander ins Bett zu gehen", hat Gabi erkannt. "Unser Sex ist mechanisch geworden, er hat keine Leidenschaft mehr." Und das, obwohl beide sogar Interesse an mehr Sex hätten. "Aber uns fehlt die innere Übereinstimmung", sagt Axel. "Wir tun es, weil es zur Ehe gehört." Laut David Schnarch ein weit verbreitetes Phänomen. Zwei Menschen lieben sich, können aber nicht so recht zueinander kommen. Das liegt hauptsächlich daran, dass beide die Woche über ganz stark bei sich sind und der Partner nur als Folie des Lebens vorhanden ist. Das führt zu einem Schuldgefühl, dieses verlangt nach Auflösung - und dann soll alles stimmig sein, wenn mal Zeit ist für einander. Pflichterotik und eheliche Pflichterfüllung sind aber nicht sehr begeisternd. Es fehlt Axel und Gabi an Gesprächen, Berührungen im Alltag, an kleinen Gesten der Verbundenheit, an einer Vertiefung der Zusammengehörigkeit. Sie haben sich in eine Entfremdung hineinmanövriert. Und wer einmal in der Sackgasse steckte, weiß, dass es schwierig ist, herauszukommen. David Schnarch betreut in seiner Praxis laufend solche Paare. Als erstes empfiehlt er: "Sie könnten zunächst einmal versuchen, sich selbst zu spüren." Die Angst, die sich eingestellt hat, das Gefühl des Ungenügens, die Unzufriedenheit lassen sich nur mit einer guten Strategie überwinden. Und die setzt bei sich selbst an. Dass bei Menschen, die sich seit Jahren nackt begegnen und glauben, alles voneinander zu wissen, in der schlichten Umarmung noch ungeahnte Emotionen in Bewegung geraten, erscheint unwahrscheinlich. Ist aber so. Nicht in der sexuellen Vereinigung, sondern in der stillen Umarmung wird spürbar, wie groß Nähe und Distanz sind. Themen und Konflikte der Partnerschaft werden im engen Beieinanderstehen ganz aktuell. Sex ist Trieb, Umarmung Erotik. Die richtige gute Umarmung löst den Körperpanzer, den wir alle mit uns tragen, um uns zu schützen. Denn im Alltag gibt es Anspannung, uns wird viel abverlangt, wir müssen uns täglich bewähren. Die Umarmung hat das Ziel, den Körper zu entlasten, zu entspannen. "Erst wenn wir das Niveau unserer Grundanspannung unterschreiten, merken wir im Rückblick, wie angestrengt wir waren", schreibt David Schnarch. Das ist genau die Erfahrung, die Gabi und Axel dringend benötigten. Sich umarmen, sich halten, die Anspannung abbauen und dabei in eine tiefe Ruhe hinüber gleiten, das heißt vor allem, sich selbst aufzufangen. Nur wer sich nach innen wendet und auf die eigenen Stärken besinnt, ins Gleichgewicht findet und sich im eigenen Körper wohl fühlt, öffnet sich für seine/n Partner/in. "Wenn wir im unmittelbaren emotionalen Kontakt mit unserem Partner fähig sind, uns selbst Halt zu geben", sagt David Schnarch, "ist das keine Ich-Sucht. Im Differenzierungsprozess lernen wir, die Spannung auszuhalten, die dadurch entsteht, dass wir den Partner als ein von uns getrenntes Individuum mit eigenen Vorlieben, Bedürfnissen und Zielen anerkennen." Die Chance für Axel und Gabi und alle Paare, die wirklich Nähe suchen. "Festhalten und loslassen", sagt Schnarch. Wer seinen Partner packt und ihn nicht mehr loslässt, muss sich nämlich nicht mit sich selbst auseinandersetzen und vergibt eine Chance. Wer die Umarmung bis zur Entspannung wagt, erreicht eine neue Tiefe in der Beziehung. Das ist ein langer Weg, aber jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
Quelle: Mannheimer Morgen, 10. Oktober 2006
Link: http://www.morgenweb.de/ratgeber/geld_und_karriere/20061010_b020821001_22806.html
Mehr zu David Schnarch:
Link: http://www.welt.de/data/2006/07/14/959591.html
Sonntag, 21. Januar 2007
Blödes Kamel
Was hat ein "blödes Kamel" im Hugslikon verloren?
Hat es sich verlaufen, weil es zu "blöd" war?
Oder hat es sich vielleicht doch nicht verlaufen?
Hat es sich verlaufen, weil es zu "blöd" war?
Oder hat es sich vielleicht doch nicht verlaufen?
Oxytocin und Cortisol
Umarmen - Balsam für Männer- und Frauenherzen
Offensichtlich scheinen Stressanzeichen kleiner zu werden, wird Mann/Frau in den Arm genommen. Darüber gibt es sogar eine Studie. Einer der Gründe sind unsere Hormone. Als Hormone werden chemische Botenstoffe bezeichnet, die entweder direkt oder indirekt (effektorisch oder glandotrop) den z.B. Stoffwechselprozess im menschlichen Körper beeinflussen. Eines der Hormone, welches neben dem Oxytocin ([C43H66N12O12S2] – "Das Bonding Molekül") mit für den Stressabbau mitverantwortlich ist, das Cortisol , führt neben weiteren anderen Hormonen u.a. zur Abnahme des Blutdrucks. Mit ein Grund, warum es derzeit besonders ins Visier der Forscher geraten ist. Wenn man das nun aus Sicht derjenigen betrachten möchte, die sich kostenlos (weil ja in sich selbst vorhanden bzw. produzierbar) dopen wollen, brauchen eigentlich nur noch einen Partner und Streicheleinheiten. Mit anderen Worten, für den Stressabbau wird kein neues Arzneimittel bzw. kein neuer Arzneiwirkstoff notwendig, sondern einfach nur in den Arm nehmen. Wissenschaftler der Universität North Carolina haben viele Paare untersucht und ihren biologischen Daten wie Blutdruck, Cortisolspiegel und Herztätigkeit vor und nach einer liebevollen Umarmung festgehalten.
Ergebnis: von der zärtlichen Geste profitieren beide, Mann und Frau.
Allerdings scheint der Effekt für das sogenannte "schwache Geschlecht" noch höher zu sein.
Charmaine Griffiths, Sprecherin der British Heart Foundation: „Man muss hinzufügen, dass zwischenmenschliche Unterstützung, wie sie eine Umarmung darstellt, nicht nur für Paare eine positive Wirkung auf die Gesundheit hat, sondern für jeden Menschen.“
Quelle: BBC http://www.focus.de/gesundheit/news/umarmen_nid_17827.html
Offensichtlich scheinen Stressanzeichen kleiner zu werden, wird Mann/Frau in den Arm genommen. Darüber gibt es sogar eine Studie. Einer der Gründe sind unsere Hormone. Als Hormone werden chemische Botenstoffe bezeichnet, die entweder direkt oder indirekt (effektorisch oder glandotrop) den z.B. Stoffwechselprozess im menschlichen Körper beeinflussen. Eines der Hormone, welches neben dem Oxytocin ([C43H66N12O12S2] – "Das Bonding Molekül") mit für den Stressabbau mitverantwortlich ist, das Cortisol , führt neben weiteren anderen Hormonen u.a. zur Abnahme des Blutdrucks. Mit ein Grund, warum es derzeit besonders ins Visier der Forscher geraten ist. Wenn man das nun aus Sicht derjenigen betrachten möchte, die sich kostenlos (weil ja in sich selbst vorhanden bzw. produzierbar) dopen wollen, brauchen eigentlich nur noch einen Partner und Streicheleinheiten. Mit anderen Worten, für den Stressabbau wird kein neues Arzneimittel bzw. kein neuer Arzneiwirkstoff notwendig, sondern einfach nur in den Arm nehmen. Wissenschaftler der Universität North Carolina haben viele Paare untersucht und ihren biologischen Daten wie Blutdruck, Cortisolspiegel und Herztätigkeit vor und nach einer liebevollen Umarmung festgehalten.
Ergebnis: von der zärtlichen Geste profitieren beide, Mann und Frau.
Allerdings scheint der Effekt für das sogenannte "schwache Geschlecht" noch höher zu sein.
Charmaine Griffiths, Sprecherin der British Heart Foundation: „Man muss hinzufügen, dass zwischenmenschliche Unterstützung, wie sie eine Umarmung darstellt, nicht nur für Paare eine positive Wirkung auf die Gesundheit hat, sondern für jeden Menschen.“
Quelle: BBC http://www.focus.de/gesundheit/news/umarmen_nid_17827.html
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Natur-Heilkunde,
Synonyme,
Therapie
Therapakas
Was sind "Therapakas"?Von Alpakas haben wir ja schon gehört. Das sind doch besonders feinfühlige Lebewesen?
Darum werden sie wohl auch erfolgreich im therapeutischen Bereich eingesetzt.
Besonders Kinder sprechen auf diese kuschelig aussehenden Tiere stark an. Alpakas fordern zum Anlehnen geradezu heraus...
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